Unsere Aktivitäten im Schuljahr 2025/2026

Wir entdecken Tierspuren

Aktion Tierspuren und Hecke der Klasse 1/2e, 22. Januar 2026

Was lange währt, wird endlich gut!

Ganz unter diesem Motto ist dieser Aktionstag für die Klasse 1/2e zu sehen.

Mehrmals wegen schlechten Wetters verschoben, klopften kurz nach den Weihnachtsferien endlich die beiden Umweltpädagoginnen vom Haus der Schwarzen Berge (Frau Simone Scheer mit einer Kollegin) an die Zimmertür. Sie wurden überaus freudig begrüßt und in den vorbereiteten Sitzkreis eingeladen.

Schon ging es rein in die Thematik: Draußen ist es kalt! Es hat geschneit. Wo sind denn all die Tiere? Wie können sie bei so eisigen Temperaturen und schneebedecktem Boden überleben?

Die Kinder kannten sich diesbezüglich schon gut aus. Im Nu hatten wir alle Überwinterungsstrategien genannt und mit Beispieltieren belegt. Nebenbei wiederholten wir unsere Kenntnisse über Heckensträucher, Heckentiere, Aufbau der Hecke und deren Entstehung.

Frau Scheer hatte für alle Inhalte passende Bild- und Wortkarten mitgebracht, so dass die Kinder eifrig bei der Sache waren und viel zu schauen, zu legen oder zu ordnen hatten.

Nach der geballten Portion Theorie schlüpften wir in unsere warme Expeditionskleidung und machten uns auf den Weg zur verschneiten Wiese gegenüber dem Schulgebäude auf der anderen Straßenseite. Kaum angekommen, stolperten wir schon über verschiedene Tierspuren. Fußabdrücke von Mäusen, Vögeln, Fuchs, Reh und Hase, aber auch von Hund und Katze erkannten wir schnell. Kaum war eine Spur identifiziert, wurden wir schon zur nächsten Entdeckung gerufen. So emsig sind Schulkinder selten bei der Sache! So ist das, wenn das Lernen und Begreifen draußen stattfindet und ganz real ist. Das Leben kann so spannend sein!

Tierspuren beschränken sich keineswegs nur auf Fußabdrücke. Die Kinder entdeckten auch Fraßspuren wie angeknabberte Äpfel und Zapfen. Außerdem fanden wir Löcher in abgestorbenen Obstbaumästen, die der Specht auf der Suche nach Insekten geklopft hatte. Kothaufen wurden mit besonderem Interesse und Gekicher dem Verursacher zugeordnet. Verlassene Vogelnester wurden gezählt und Eichhörnchenkobel in hohen Baumkronen vermutet.

Es war ein reges Treiben auf der großen Fläche und es dauerte ganz schön lange, bis wir unten am Bach angekommen waren.

Hier holte Frau Scheer noch eine Überraschung aus ihrem großen Rucksack. Mit einem Rätsel zog sie die Aufmerksamkeit aller Kinder schnell auf sich. Die Lösung wurde von den kleinen Tierexperten schnell genannt: Der Fuchs war gesucht! Einen lebendigen Fuchs hatte sie natürlich nicht dabei, aber ein echtes Fuchsfell. Dieses wurde liebevoll gestreichelt und bestaunt. Die Umweltpädagogin vermittelte auf kindgerechte Art noch einige spannende Fakten über das schlaue Wildtier mit der schnurgeraden Laufspur. Doch da die Gesichter schon ganz rot waren und die Kälte im Stehkreis schnell von uns Besitz ergriff, traten wir zügig den Rückweg an. Die Klasse hatte erst eine Krankheitswelle überstanden.

Zurück im Klassenzimmer gab es noch eine herzliche Abschlussrunde mit großem Dank an die beiden Damen. Dieser Tag erhielt sofort Einzug in die Schatzkiste der besonderen Schultage!

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