Neue Bewohner an der Hermansruh

Mit Spannung warteten die Schülerinnen und Schüler der Grundschule auf ihre neuen „Haustiere“. Schon im Vorfeld hatten sie die Holzleisten der „Top Bar - Hive“ mit Bienenwachs, welches aus geschmolzenen Waben gewonnen wurde, eingestrichen und einiges über die Bienen erfahren.

Dann kam endlich der große Tag, an dem ein Bienenvolk einziehen sollte.

Zwei Klassen der Lauterer Schule machten sich mit ihren Lehrerinnen auf den Weg zur Hermansruh. Dort wurden sie von Claus Schenk vom Biosphärenreservat Rhön und Sonja Heinemann, Bienenfachbeauftragte aus Fladungen, erwartet.

Zunächst erklärten die beiden den interessierten Zuhörerinnen und Zuhörern einiges über Aussehen und Lebensweise der Tiere, aber auch, was man alles von den Bienen lernen kann. So kommt ein Bienenvolk nur über den Winter, wenn alle zusammenhalten. Hiervon können sich die Kinder viel abschauen. Endlich  wurde der Schwarm geholt, der zwei Tage zuvor eingefangen worden war. Unter großem Staunen folgten die Tiere ihrer Königin in ihre neue „Beute“ – die Top Bar - Hive. Es war ein lautes Gebrumme und Gewimmel als die vielen tausend Bienen ihr neues Heim bezogen. Das dauerte ungefähr eine Stunde. Ohne Scheu betrachteten die Kinder die Bienen, stellten Fragen und manch einer nahm sogar eine Drohne auf die Hand und streichelte sie, natürlich erst, nachdem Frau Heinemann den Kindern erklärt hatte, dass diese nicht stechen. Die Schüler verstehen jetzt aber auch, warum Bienen nicht so stechfreudig und angriffslustig sind wie Wespen. Sie opfern sich im Verteidigungsfall für ihr Volk. Wenn sie zusticht, muss sie das mit dem Leben bezahlen. Sollte man einmal gestochen werden, hilft eine durchgeschnittene Zwiebel und das Kühlen der Stichstelle. Vorsicht ist nur bei Allergikern geboten.

Die meisten sehen nun die Biene mit anderen Augen, was auch Ziel des Projektes ist, denn die Honigbiene hat als „Bestäuber der Welt“ im Kreislauf zwischen Mensch und Natur eine große Bedeutung. Die Entwicklungen der Lebensumwelt und auch der Umgang mit der Biene durch den Menschen hat sich in den letzten Jahrzehnten verändert. In vielen Ländern ist sie heute stark bedroht. Deshalb soll in dem Projekt „Die Honigbiene live  in  Kindertageseinrichtungen und Schulen“ die Bedeutung der Honigbiene für Mensch und Natur erfahrbar und erlernbar gemacht werden. Die Lebensweise, das kommunikative Verhalten, die Reaktionen auf die Umwelt sowie das Bestäubungsverhalten und die Bildung eines sozialen Insektenstaates stehen hier im Mittelpunkt. Die Kinder haben die Möglichkeit, die Bienen auch beim Naturwabenbau zu beobachten, bei dem die Bienen ihren Bautrieb ausleben. Sie lernen etwas über die Entwicklung eines Bienenvolkes in den verschiedenen Jahreszeiten vom natürlichen Brutwabenbau bis zum Schwärmen der Königin kennen, verstehen den Weg des Honigs von der Blüte bis ins Glas und lernen so den Honig zu schätzen. Kinder und Erwachsene waren überaus erstaunt, als sie hörten, dass eine Biene ungefähr zweimal die Erde umrunden müsse, bis sie allein ein 500 g Glas Honig gefüllt habe.

Im Rahmen des Projektes besuchen die Kinder die Bienen in regelmäßigen Abständen und beobachten den Wabenbau, lernen zwischen Brutwaben, Honigwaben und Pollenwaben zu unterscheiden sowie die Unterschiede anhand der Verdeckelung zu erkennen. Die unterschiedliche Brutwabenausbildung zeigt die Entstehung einzelner Königinnen-Arbeiterinnen-und Drohnenzellen. Sie können Fluglochbeobachtungen durchführen, die Aufgabenverteilungen im Bienenvolk erfassen und die Bienentanzbedeutung verstehen.

Sie können aber auch die Bienen oder Pflanzen markieren und so herausfinden, welche Pflanzen bevorzugt angeflogen werden und dabei auch die Flugrichtung der Bienen beobachten.

 Ebenso erfahren die Kinder aber auch das Verhalten der Bienen in den verschiedenen Jahreszeiten: vom Sammeln und Einlagern von Nektar im Frühjahr bis zum Bilden der Bienentraube im Winter. Sie schauen beim Entnehmen der Trägerleisten zu und lernen wie daraus Honig gewonnen wird und warum dieser so gesund ist. Sie sollen aber auch versuchen zu bestimmen, wann sich ein neuer Bienenschwarm bildet und ausschwärmt.

Nun noch etwas zur „Beute“:

Die „Top Bar – Hive“ Beute ist eine ursprünglich aus Kenia stammende Form der Bienenhaltung, sie ist aber in ganz Afrika weit verbreitet und wurde von Dr. Berg (Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau Fachzentrum Bienen) nach Deutschland eingeführt. Die „Top Bar – Hive“ Beute erlaubt eine sehr naturnahe und wesensgemäße Art der Bienenhaltung. Dadurch ermöglicht diese Art der Beute eine umfassende Beobachtung der Bienen im gesamten Staatenzyklus. Zudem erfordert die „Top Bar – Hive“ Beute keine größeren Spezialkenntnisse und kommt mit geringem technischen Aufwand aus.

 

Unser Schulwald

Tiere für den Schulwald

Demnächst sollen viele Tiere in unseren Schulwald einziehen. Frau Klaas hat sie in den Ferien ausgesägt und wir Kinder haben sie heute in der Schulgarten-AG geschliffen. Nun müssen nur noch die Ränder gestrichen werden und dann können wir sie im Schulwald aufstellen. Wir sind gespannt, ob ihr sie alle findet und vor allem, ob ihr sie alle erkennt. (3. Juni 2013)

Frühjahrsputz im Schulwald

Die Vögel im Schulwald sollten auch in diesem Jahr blitzblank geputzte „Wohnungen“ vorfinden. Deshalb machten sich die Kinder der Klassen 1/2 e und 3 c ausgerüstet mit einer Leiter und allerlei Werkzeug auf den Weg. Alle Nistkästen waren im Vorjahr bewohnt gewesen, so dass es jede Menge zu tun gab. Bei einem Kasten fehlte die „Haustür“, so dass wir diesen zur Reparatur mitnehmen mussten. Von den 30 aufgehängten Kästen schafften wir am 20 am Vormittag, den Rest reinigte Frau Klaas dann später noch. Dennoch glücklich und zufrieden machten wir uns um 11.30 Uhr auf den Heimweg.

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